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Staatliches Eifel-Gymnasium Neuerburg
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„Abivalenz – Zwischen Genie und Wahnsinn“: unsere Abiturfeier 2018

„Ein Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange darauf freut“ (Arthur Schnitzler) Mit einem Festakt und teilweise ambivalenten Gefühlen verabschiedeten wir am 16. März unsere Jahrgangsstufe 13.

Nach einem feierlichen Gottesdienst, der bereits das Abiturmotto „Zwischen Genie und Wahnsinn“ mit dem Gleichnis von den Arbeitern am Weinberg verbunden hat, stimmte der Abiturchor die Gäste mit dem Popsong „Spinner“ auf den folgenden Festakt ein.
In seiner Begrüßung ging Dr. Jens Kemper auf die heute allgegenwärtige Praxis des Bewertens durch Sterne, Likes und unreflektierten Rezensionen ein und stellte heraus, dass die erzielten Abiturleistungen im Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife „nicht aufgrund schlechter unseriöser Bewertungen, sondern aufgrund fundierter äußerst positiver Werturteile der Lehrerinnen und Lehrer dokumentiert wurden.“
Des Weiteren betonte Kemper den Wert von Bildung als selbstverständliches Recht junger Menschen in unserer Gesellschaft und zitierte: „Bildung ermöglicht Menschen sich selbst zu helfen und aufrechter durchs Leben zu gehen.“

Die folgenden Grußworte durch Vertreter aus Politik, Schulelternbeirat, Förderverein und der Schülerschaft griffen den Vergleich zwischen Genie und Wahnsinn auf und setzten sich kreativ mit dem Motto auseinander. Unsere Schülervertretung überreichte jedem Absolventen einen Satz Schrauben, Dübel und Heftpflaster für den Start in ein fortan beginnendes selbstbestimmtes Leben.
Emotionale Klavier- und Cellotöne gepaart mit stimmungsvollem Gesang untermalten die Feierstunde und erlaubten den ein oder anderen sentimentalen Gedanken über eine nun endende Schulzeit.
Die frischgebackene Abiturientin und Stufensprecherin Sofie Hölzle dankte allen für ihre Unterstützung in der intensiven Oberstufenzeit und erwähnte in diesem Zusammenhang auch die „unzähligen liebevoll geschmierten Brote der Eltern“.

Die Stammkursleiter Irina Flohr (Biologie und Chemie) und Peter Wojke (Mathematik und Physik) hielten den Festvortrag. In ihrer Rede nahmen sie den Aspekt der Ambivalenz des Abiturmottos genauer unter die Lupe. Irina Flohr beschäftigte sich mit der allgemeinen Begriffsbedeutung und ging auf Ambivalenzen in der Biologie ein. Verhaltensbiologisch ist Ambivalenz unter anderem „ein Konfliktverhalten, das auftritt, wenn konkurrierende Verhaltenstendenzen gleich stark motiviert sind“. Gemeint sind beispielsweise parallel auftretende Angriff- und Fluchttendenzen, die jeder Abiturient auch im Verlauf seiner Schulzeit erlebt.
Wojke als leidenschaftlicher Mathematiker erörterte dem Auditorium das interessante Wechselspiel zwischen Naturwissenschaften und Mathematik am Beispiel eines Modellierungskreislaufs zur Ermittlung der Populationsgrößen von Hasen und Luchsen.
Am Ende ihrer Rede betonten die Laudatoren durch das Zitat des Schriftstellers Schnitzler „Ein Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange darauf freut“ die Ambivalenz des Abschiedes von einer schönen Schulzeit am SEG und dem Aufbruch ins Leben.
Nach der Preisverleihung für soziale und fachliche Exzellenz und für das beste Abitur (Schülerin Yvonne Morgen), überreichte der Schulleiter die Zeugnisse der Allgemeinen Hochschulreife und gratulierte mit den Stammkursleitern jedem Absolventen herzlich zum Abitur 2018.
Mit dem kraftvollen Titel von Queen „Don’t stop me now“ verabschiedete sich die Abiturientia von unserer Schule.
Im Anschluss lud die Jahrgangsstufe 13 die Festgesellschaft zum Sektempfang.
Im Namen der gesamten Schulgemeinschaft gratulieren wir den Abiturientinnen und Abiturienten sehr herzlich zum bestandenen Abitur.

Fotos: Höffler Neuerburg