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Staatliches Eifel-Gymnasium Neuerburg
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Karl Marx – ein kontrovers diskutiertes Geburtstagskind

Anlässlich des sich am 5.5.2018 zum 200. Mal jährenden Geburtstags des umstrittenen Philosophen Karl Marx, der in Trier geboren und aufgewachsen ist, widmete sich eine fächerübergreifende Veranstaltung an unserer Schule dieser prominenten Persönlichkeit.

Unter dem Motto „Karl Marx und der Kommunismus“ wurde von Jörg Griesar für die Fachschaft Sozialkunde und Dr. Susanne Becker für die Fachschaft Geschichte eine eigene Ausstellung für die Schülerinnen und Schüler der Schule konzipiert, die ab dem 20.08. bis zum 31.08.2018 für alle Interessierten zu sehen ist. Feierlich eröffnet wurde die Ausstellung durch einen thematischen Einführungsvortrag von Dr. Rainer Auts, dem Geschäftsführer der Trierer Karl Marx Ausstellungsgesellschaft. Auts stellte heraus, dass man Marx in seiner historischen Zeit verstehen müsse und seine Forderungen immer im Kontext der Industrialisierung und der damit verbundenen Sozialen Frage verstanden werden müssten. Es sei Marx um die Verbesserung der Lebenssituation der neu entstandenen Arbeiterklasse gegangen, die unter teils katastrophalen Bedingungen den Profit der Bourgeoisie nähren musste. Fraglich und kontrovers diskutiert bliebe in diesem Zusammenhang, inwieweit diese Forderungen des 19. Jahrhunderts von totalitären Staaten des 20. Jahrhunderts ausgenutzt wurden, um ihren politischen Kommunismus zu legitimieren. Ob Marx für diese Verbrechen verantwortlich gemacht werden könne, werde auch im 21. Jahrhundert kontrovers diskutiert. Umso wichtiger sei es, Marx und sein Schaffen zu historisieren und ihn als Kind seiner Zeit zu verstehen. Unter diesem Duktus stünden auch die großen Ausstellungen in Trier, denen es weder darum ginge, Marx zu glorifizieren noch zu verdammen. Genau dies ist auch der Neuerburger Schulgemeinschaft mit ihrem Projekt gelungen und wird im Rahmen der noch bis zum 31.8.2018 im Atrium der Schule zu sehenden Ausstellung hoffentlich vielen weiteren Besuchern deutlich werden.