Am Freitag, 06.02. sowie Freitag, 20.02.2026 vertieften die Biologie-Leistungskurse B1, B2 und B3 der Stufe 13 in Begleitung ihrer Kurslehrerin Frau Karges-Neumann bzw. Herr Koch ihre im Unterricht gewonnenen Erkenntnisse zur Gentechnik im genetischen Labor an der Universität Trier. Unter der kompetenten Leitung von Herrn Gerber isolierten die Schülerinnen und Schüler zuerst ihre eigene DNA aus ihren Mundschleimhautzellen und färbten diese zur besseren Sichtbarkeit an.
Dann wurde ihr Wissen über die Polymerasekettenreaktion (PCR) theoretisch noch einmal aufgefrischt, ehe die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit bekamen, eigenständig eine Gelelektrophorese durchzuführen, wobei sie das benötigte Agarose-Gel und die Gelgießkammern im Vorfeld in Kleingruppen selbst herstellten. Um für das eigentliche Experiment Sicherheit im Umgang mit gentechnischen Verfahren zu gewinnen, wurden zwischendurch Pipettierübungen gemacht. Mit sicherer Hand konnten nun die Gelkammern mit den Proben eines Neandertaler-Gens, einer Kontrollprobe und zwei Vergleichsproben von heutigen Menschen gefüllt werden.
Während die Gelelektrophorese lief, hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, den Campus kennenzulernen und zu Mittag zu essen. Danach ging es zur Auswertung des genetischen Fingerabdrucks, der durch die bei der Gelelektrophorese entstandenen Banden im Agarose-Gel nachzuvollziehen war.
Das Ergebnis überraschte: Bei einer der beiden Vergleichsproben heutiger Menschen konnte tatsächlich das Neandertaler-Gen nachgewiesen werden, was bewies, dass die Neandertaler-Gene nicht mit den Urzeitmenschen ausgestorben sind, sondern im Genom des modernen Menschen weiterexistieren.
Nach der Auswertung und Besprechung der Ergebnisse reflektierten die Lernenden den Tag im Schülerlabor der Universität Trier. Besonders die praktischen Übungen und das eigenständige Forschen wurden dabei als gewinnbringend evaluiert.
Wir bedanken uns bei Herrn Gerber für die Durchführung dieses überaus interessanten Projektes.