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Staatliches Eifel-Gymnasium Neuerburg
Eifel-Kolleg Neuerburg
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Demokratietag der Jahrgangsstufe 10

Zum dritten Mal fand am Dienstag, 07.05.2019 der Demokratietag für unsere drei zehnten Klassen statt. Auch in diesem Jahr startete der Tag mit einem Workshop, der von den Geschichtslehrern Sonja Lessel, Boris Kling und Michael Braum geleitet wurde.

Hier wurde zunächst nochmals veranschaulicht, dass Demokratie nichts Abstraktes oder Theoretisches ist, sondern etwas Alltägliches, das allen Menschen begegnet, wenn sie beispielsweise aktuell zum Wahlgang für die Europawahlen aufgerufen sind. Gerade in Zeiten in denen in anderen Ländern wie der Türkei dieses Gut stark eingeschränkt ist, müssen wir diese scheinbaren Selbstverständlichkeiten zu schätzen wissen. Im Anschluss erarbeiteten die Schüler nochmals die zentralen Kennzeichen einer Demokratie, wie die Volkssouveränität oder die Gewaltenteilung. Zuletzt kam auch zur Sprache, dass die Demokratie ständig von verschiedenen Faktoren bedroht wird und ihr Erhalt kein Selbstläufer ist. Beispielsweise wurde der Rechtsextremismus thematisiert, dessen menschenverachtende Ansichten die Demokratie gefährden, indem sie zentrale Menschenrechte (Art. 1-19 GG) für bestimmte Gruppen von Menschen negieren. Anschaulich wurde dieser Fakt mit Hilfe des Filmausschnitts „Der Feind in meinem Haus – Wenn Kinder Nazis werden“ illustriert.
Nach diesem lehrreichen Workshop wurde die Gefährdung der Demokratie am Beispiel des Antisemitismus durch Dieter Burgard als Beauftragter des Landes Rheinland-Pfalz für jüdisches Leben und Antisemitismus genauer erläutert. Zunächst ging Burgard auf die unterschiedlichen Facetten des Antisemitismus im Wandel der Zeit ein und zeigte am Beispiel von rechtsradikalen Liedtexten die aktuelle Brisanz des Themenfeldes. Interessant waren für unsere Schülerinnen und Schüler die regionalen Bezüge: Sowohl in Irrel als auch in Bollendorf und Bitburg sind noch Spuren jüdischer Gemeinden zu finden. Nach einer angeregten Schlussdiskussion mit der Schülerschaft rundete Burgard seinen Vortrag ab, in dem er deutlich machte, dass „Demokratie die gesamte Gesellschaft repräsentiert und angeht“.

Die Fachschaft Geschichte bedankt sich sowohl bei den engagierten Lehrkräften als auch bei Dieter Burgard für einen gelungenen Demokratietag 2019.