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Sometimes you have to disconnect, to get a connection!

Im Rahmen des Elternabends sprach Diplom-Psychologe Franz Urfels über den Umgang mit neuen Medien im Kindes- und Jugendalter. Sein Credo: Absprachen statt Verbote.

Viele interessierte Zuhörer waren unserer Einladung gefolgt und nahmen am Montag, 02.09.2019, am Vortragsabend zum Thema „Abgezockt im Kinderzimmer“ teil, um Tipps für eine nachhaltige Medienerziehung zu erwerben. Mit einem kurzen Rückblick in die eigene Vergangenheit der Erziehungsberechtigten, in der „das Telefon noch im kalten Flur stand“, kontrastierte Franz Urfels, Diplom-Psychologe und Suchtberater des Caritasverbandes Westeifel e.V., die heutige Welt der Medien, die den Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stehe.

Als „Digital Natives“ hätten sie eine Vielzahl von Möglichkeiten, ihre kommunikativen Ziele zu verfolgen und sich in der großen Welt des Internets zurechtzufinden. Dies sei Fluch und Segen zugleich, sodass an dieser Stelle Absprachen getroffen werden müssten. „Nicht das Verbot, sondern die Reflexion des Konsumverhaltens ist hier der richtige Weg!“, stellte Urfels als Fazit heraus. In seinem Leitfaden betonte er die Vorbildfunktion der Eltern und deren Auseinandersetzung mit der Medienwelt. Besonders eine offene, wertschätzende Kommunikation mit den Kindern und Jugendlichen über dieses Thema spiele eine immense Rolle: „Zocken Sie ruhig mal eine Runde mit Ihrem Kind, fragen Sie, was es an diesem Spiel fasziniert, machen Sie aber auch klar, dass der Medienkonsum einen Ausgleich braucht!“ Als praktische Umsetzung schlug Urfels ein Zeitkontingent vor, welches den Kindern und Jugendlichen zur Verfügung gestellt werden könne. Damit erlernten sie, ihre eigene Nutzungsdauer von Handy, Computer und Co. selbstständig zu reflektierten und ein Gespür für ihr Medienverhalten zu erlangen.

Medienkompetenz statt Medienverbot – das sollte das Ziel des erzieherischen Wirkens von Schule und Elternhaus sein.