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Staatliches Eifel-Gymnasium Neuerburg
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Ausgezeichnetes Engagement: Rwanda AG des Eifel-Gymnasiums Neuerburg erhält Landespreis

Wie entstehen Vorurteile und wie kann man ihnen entgegenwirken? Mit diesen Fragen setzt sich die Rwanda AG des Eifel-Gymnasiums Neuerburg intensiv auseinander.

Für ihr Engagement wurde die Arbeitsgemeinschaft nun auf Landesebene ausgezeichnet.
Als eines von 30 ausgewählten Projekten wurde die Rwanda AG zur Preisverleihung des Jugend-Engagement-Wettbewerbs „Sich einmischen – was bewegen“ in die Staatskanzlei nach Mainz eingeladen und in der Kategorie „Vielfalt, Toleranz und Respekt“ ausgezeichnet. Ministerpräsident Alexander Schweitzer würdigte das Engagement aller Teilnehmenden und betonte in seiner Ansprache: „Wir sind keine Inseln, die einzeln und nur für sich existieren.“ Damit unterstrich er, wie wichtig es ist, junge Menschen ernst zu nehmen und ihr gesellschaftliches Engagement zu fördern.

Stellvertretend nahmen Klara Mohr, Maria Schmitz und Michael Ambros gemeinsam mit den betreuenden Lehrkräften Helena Diederich und Jonas Koch den Preis entgegen. Auch die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Südeifel, Anna-Carina Krebs, sowie der Kreisbeigeordnete des Eifelkreises Bitburg-Prüm, Rudolf Rinnen, gratulierten persönlich.
Das ausgezeichnete Projekt „Youth for YOUth – zwischen Klischee und Realität in Rwanda“ wurde zunächst in der siebten Klasse des Eifel-Gymnasiums Neuerburg durchgeführt und bildet den Auftakt einer langfristig angelegten Projektarbeit. Ziel ist es, Vorurteile über den afrikanischen Kontinent am Beispiel unseres Partnerlandes Rwanda gezielt zu thematisieren und ihnen mit fundiertem Wissen zu begegnen. 
Für verschiedene Altersstufen und Schulformen (Gymnasium, Realschule plus und Grundschule) wurden altersgerechte Projektformate entwickelt. Der methodische Ablauf folgt dabei einem festen Prinzip: Zunächst werden die Vorstellungen der Schülerinnen und Schüler zum Leben in einem ostafrikanischen Land erfasst und typische Klischees aufgegriffen. Anschließend erfolgt eine faktenbasierte Auseinandersetzung mit der realen Situation vor Ort, gestützt durch originale Fotos und Videos der ruandischen Partnerschule sowie quellenbelegte Materialien. Die Ergebnisse werden gesichert, mit den anfänglichen (Fehl-)Vorstellungen verglichen und abschließend die Entstehung von Stereotypen reflektiert.

Die Durchführung des Projektes wird in einem selbst produzierten Podcast mit dem Titel „Zukunft gestalten: Youth for YOUth – Zwischen Klischee und Realität in Rwanda und auf dem afrikanischen Kontinent“  eindrucksvoll dokumentiert. Der Podcast ist für alle Interessierten auf Spotify unter „Rwanda AG SEG“ verfügbar. Er dient als Ausgangspunkt für eine Podcastreihe und als niedrigschwelliger Zugang, um sich mit globalen Themen, Stereotypen und interkulturellem Lernen auseinanderzusetzen.
Das Preisgeld in Höhe von 500 Euro fließt in die Weiterentwicklung des Podcasts, die Ausweitung des Projekts auf weitere Klassen und Schulformen sowie die Begegnungsreise im Herbst 2026 ein.
 
Die Stimmen der Schülerinnen und Schüler der Rwanda-AG zur Auszeichnung spiegeln ihr großes Engagement und ihre interkulturelle Kompetenz wider: „Die Auszeichnung ist für uns nicht nur eine große Ehre, sondern auch Motivation, unser Engagement fortzuführen. Sie bestärkt uns darin, weiter neugierig zu bleiben, zuzuhören, Fragen zu stellen und uns einzumischen, wenn es darum geht, Perspektiven zu verändern.“