Als wir zu Beginn der 11. Klasse noch dachten „Ach, bis zur Abitur-Prüfung dauert es noch voll lang!“, standen wir plötzlich schneller als vermutet mit zitternden Beinen um 8:00 Uhr morgens in der Sporthalle. An diesem Tag absolvierten wir Prüfungen in den Sportarten Turnen, Volleyball, Badminton und Schwimmen. Wir wärmten uns nach dem Aufbau der Geräte gemeinsam auf und sprachen uns gegenseitig gut zu, dass wir das alle schaffen würden. Nachdem die prüfenden Lehrer Herr Ringeisen, der uns die gesamte Oberstufen-Zeit auf diesen Tag vorbereitet hatte, sowie Herr Tietz und Frau Ewald uns zu unserer Prüfung begrüßt hatten, war bei einigen die Aufregung deutlich spürbar, denn jetzt wurde es ernst. Die Turn-Prüfung begann und die Anspannung stieg auf ihren Höhepunkt an, denn in dieser Sportart liegen Enttäuschung und Begeisterung eng zusammen: Neben Stürzen, Tränen und einer Verletzung gab es auch zahlreiche Augenblicke des Stolzes und der Freude. Wir feuerten uns gegenseitig an und trösteten uns, wenn es doch nicht so lief wie erhofft.
Nachdem alle ihre Leistungen an zwei ausgewählten Geräten – darunter Sprung, Bodenturnen, Schwebebalken, Stufenbarren und Barren absolviert hatten, stand einigen die Erleichterung ins Gesicht geschrieben, denn für viele war das Herausforderndste geschafft. Es folgten Prüfungen in den Spielsportarten Volleyball und Badminton, was für einige von uns den spaßigsten Teil darstellte. Mit vollem Einsatz kämpften wir um jeden Punkt, feuerten einander an und zeigten großen Teamgeist. Nach einigen spannenden Duellen bauten wir gemeinsam alles ab und machten uns auf den Weg nach Bitburg ins Schwimmbad. Kaum hatten wir uns eingeschwommen, stellten wir uns der Prüfung, rangen in der mittleren Bahn um jeden Atemzug, während links und rechts von uns fröhliche Kinderschwimmgruppen unbeschwert ihre Bahnen zogen. Nachdem wir die 50- und 100-Meter-Distanzen bewältigt hatten, entspannten wir uns im Whirlpool, stürzten uns ins Rutschvergnügen und erhielten abschließend unsere Noten. Körperlich erschöpft, aber überwiegend zufrieden ließen wir den Tag gemeinsam mit einem ausgiebigen McDonald‘s Menü ausklingen.
Am nächsten Tag blieben wir vom Muskelkater zwar nicht verschont, doch überwog bei uns allen die Erleichterung, die Prüfung erfolgreich hinter uns gebracht zu haben.
Kaja Gebler, MSS 13